Anna-Maria Wendelborn

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Anna-Maria Wendelborn2018-07-03T18:22:29+00:00

Anna-Maria Wendelborn

Schon an der Seite des noch jungen Helmut Wendelborn, der 31jährig als einer der drei jüngsten Abgeordneten für die CDU in den Bundestag einzog, wurde Anna-Maria Wendelborn schnell klar, was ihre allererste Aufgabe sein würde: Ihrem Ehemann den Rücken freihalten!

Dieser Aufgabe drückte sie ihren eigenen Stempel auf: „Wir machen das zu Hause“, pflegte sie zu sagen, wenn sich mal wieder Besuch ankündigte und lud die Gäste zum Essen in die Wendelbornvilla an der Außenallee ein, die sie seit 1953 mit ihrem Mann und den Schwiegereltern teilte.

Allenfalls wurde der Koch des Hotels und Restaurants „Seetempel/Golf-Hotel“ – das Anna-Maria Wendelborn von 1960 bis 1966 führte – dann als Unterstützung in die Wendelbornsche Küche gebeten.

Es war hoher Besuch, der sein Lager vorübergehend in der Außenallee aufschlug, darunter Bundeskanzler Adenauer und Verteidigungsminister Franz-Josef Strauß, der – so erinnert sich Anna-Maria Wendelborn, allen öffentlichen Vorurteilen entsprach: „Trinkfest, lebhaft, direkt“.

Helmut Wendelborn (li) mit Wirtschaftsminister Ludwig Ehrhardt (Mi) und Rainer Barzel (Foto: privat)

Anna-Maria und Helmut Wendelborn in Afrika in den 50er Jahren (Foto: privat)

Helmut Wendelborn war ein leidenschaftlicher Jäger und Anna-Maria stand auch in dieser Hinsicht fest an seiner Seite. Wann immer es seine Zeit erlaubte, ging er ganz in der Nähe – in Warnsdorf – auf die Jagd oder aber auch in Ungarn oder sogar in Ostafrika – Trophäen in der Wohnung von Anna-Maria Wendelborn zeugen davon.

Oft erfuhren sie erst nach den Reisen, in welche Gefahr sie sich begeben hatten und was es mit diesem „Aufpasser“ auf sich hatte, der mit dem Gnu-Schwanz wedelte: Der hielt ihnen die Tsetse-Fliege und damit die tödliche Schlafkrankheit vom Leib.

Anna-Maria Wendelborn ist dankbar für diese Zeit und die vielen, nicht alltäglichen Erfahrungen. Auch darin liegen ihre Beweggründe zur Gründung der Stiftung: „Ich gebe damit der Gesellschaft den Teil zurück, den ich ihr verdanke.“